Banklexikon - U-W

Umlaufvermögen
Aktiva, die nur kürzere Zeit im Unternehmen verbleiben und zum Umsatz bestimmt sind, wie z.B. Kassenbestände, Bankguthaben, Wechsel und Schecks, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Bei Banken zählen zum Umlaufvermögen im Wesentlichen Kassenbestände, Bankguthaben, Wertpapiere und Ausleihungen.

Universalbank (Allfinanzbank)
Bank, die alle oder doch die meisten Bankgeschäfte betreibt (z.B. Raiffeisenbanken)

Valutatag, Valuta
Tag, mit dem die Verzinsung für eine Gutschrift oder Belastung auf einem Konto einsetzt bzw. endet

Valuten
Ausländische Geldsorten (umlauffähige Banknoten und Münzen in ausländischer Währung)

Verfügungsberechtigung
Gesamtheit der Rechte des Kontoinhabers über sein Konto. Vergleiche Zeichnungsberechtigung

Verpfändung
Begründung eines Pfandrechtes durch Rechtsgeschäft (Pfandvertrag)

Verrechnungsscheck
Scheck, der von der bezogenen Bank nur durch Gutschrift auf ein legitimiertes Konto eingelöst werden darf. Ein Scheck wird dadurch zum Verrechnungsscheck, dass der Aussteller oder ein Inhaber den Vermerk "nur zur Verrechnung", einen gleichbedeutenden Vermerk oder zwei parallele Striche auf der Vorderseite des Schecks anbringt.

Verzugszinsen
Zinsen, die der Schuldner dann zu entrichten hat, wenn er die Schuld zum Fälligkeitstag nicht erfüllt.

Volatilität
Maß für die Intensität, mit der Wertpapierkurse schwanken. Sie gibt das Ausmaß und nicht die Richtung der Kursschwankungen an.

Vorzugsaktie:
Aktie, die dem Inhaber gewisse Vorrechte (meist Bevorzugung bei der Dividende, z.B. Garantie einer Mindestdividende) einräumt. Vorzugsaktien sind meist mit keinem Stimmrecht ausgestattet.

Wechsel
Wertpapier, welches nach den Erfordernissen des Wechselgesetzes auszustellen ist und eine Geldforderung begründet und verkörpert. Die Wechselforderung ist abstrakt, d.h. Einwendungen aus dem zugrunde liegenden Geschäft (z.B. Kauf) sind gegenüber Dritten, die den Wechsel gutgläubig erworben haben, nicht möglich. Der Wechsel erfüllt im Wirtschaftsleben Kreditfunktion (Wechsel stellt aus, wer Geld braucht), Zahlungsfunktion (durch Anweisung zugunsten des Gläubigers bezahlt man seine Schulden) und Sicherungsfunktion.

Wertpapier
Urkunde, in der private Rechte verbrieft sind. Die Ausübung dieser Rechte ist an den Besitz der Urkunde gebunden. Wertpapiere im engeren Sinn sind Effekten. Als Wertpapiere im weiteren Sinn werden u.a. Geldpapiere (Banknoten, Schecks, Wechsel) bezeichnet, die dem Zahlungsverkehr dienen.

Wertsicherungsklausel
Klausel in Verträgen, die durch Bindung der zu erbringenden Geldleistung an einen Wertstabilisierungsfaktor (z.B. Verbraucherpreisindex) vor dem Nachteil einer Geldentwertung schützen soll