Banklexikon - S-T

Saldo
Ist in der Buchführung die Differenz der Soll- und Habenseite eines Kontos.

Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung
Ersatz für das bisherige Ausgleichsverfahren. Der Schuldner stellt den Antrag und bietet eine zumindest 30-prozentige Quote. Zusätzlich muss ein Finanzplan vorgelegt werden. Es ist nur für Unternehmer möglich.

Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung
Der Schuldner stellt den Antrag und bietet eine zumindest 20-prozentige Quote.

Schuldverschreibung
Forderungswertpapier, in dem sich der Aussteller (Schuldner) dem Inhaber (Gläubiger, Investor, Kunde) gegenüber zur regelmäßigen Verzinsung des Kapitals und dessen Rückzahlung verpflichtet, z.B. Obligation, Bonds, Anleihe, Renten, Floater, Step up Bonds

Sekundärmarkt
Zusammentreffen des Angebotes und der Nachfrage bereits früher emittierter Wertpapiere. Aufträge am Sekundärmarkt können sowohl über die Börse als auch außerbörslich erteilt werden. Vergleiche Primärmarkt

Sekundärmarktrendite (SMR)
Gesamterträge von Wertpapiergeschäften am Sekundärmarkt. Die an der Wiener Börse im amtlichen Handel notierenden Anleihen mit Kursnotiz werden zur Berechnung der diversen Sekundärmarktrenditen herangezogen.

SEPA (Single Euro Payments Area)
Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum. In diesem Zahlungsraum bestehen für Kunden keine Unterschiede zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen.

Servitut
Siehe auch Dienstbarkeit

Sicherungseigentum
Eigentum, das dem Gläubiger an einer beweglichen Sache (z.B. Warenlager) oder an einem Recht zur Sicherstellung seiner Forderung bis zur vollständigen Bezahlung der Schuld übertragen wird. An Liegenschaften ist ein Sicherungseigentum zwar rechtlich möglich, aber nicht banküblich.

Simultanhypothek
Pfandrecht an mehreren Liegenschaften für eine Forderung. Eine der verpfändeten Liegenschaften wird als Haupteinlage bezeichnet, die übrigen als Nebeneinlagen.

Solidarbürgschaft
Siehe Bürge- und Zahlerhaftung

Spareinlagen
Geldeinlagen bei Kreditinstituten, die nicht dem Zahlungsverkehr, sondern der Anlage dienen und als solche nur gegen die Ausfolgung von besonderen Urkunden (Sparurkunden) entgegengenommen werden dürfen.

Stammaktie
Übliche Form der Aktie, die dem Inhaber die im Aktiengesetz vorgesehenen Rechte wie Auskunftsrecht, Stimmrecht in der Hauptversammlung, Recht auf Dividende, Bezugsrecht und Recht auf Liquidationserlös gewährt. Vergleiche: Vorzugsaktie

Stundung
Vereinbarung zwischen Gläubiger und Schuldner, durch die der Fälligkeitszeitpunkt einer Forderung hinausgeschoben wird. Neben dieser die Fälligkeit ändernden Stundung gibt es noch die "reine Stundung", bei welcher der Gläubiger nur die Geltendmachung der Forderung hinausschiebt, die Fälligkeit bleibt unberührt.

Superädifikat
Ein auf fremdem Grund errichtetes Bauwerk. Es gehört nicht zur Liegenschaft, sondern ist ein selbstständiges Rechtsobjekt, sofern es nicht Zubehör eines Baurechtes ist.

Swap
Vereinbarung zweier Partner zum Tausch von Zahlungsverpflichtrungen, z.B. eine feste gegen eine variable Verzinsung (Zinsswap) oder Zahlungen in verschiedenen Währungen (Währungsswap).

SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication)
Vollautomatisches internationales Datenübertragungssystem für die Weiterleitung von Banknachrichten.

TAN (Transaktionsnummer)
Ersetzt im elektronischen Zahlungsverkehr die Unterschrift.

Termineinlagen
Einlagen bei Banken mit fester Laufzeit (Festgelder) oder mit einer Kündigungsfrist (Kündigungsgelder)

Thesaurierende Fonds (Wiederveranlagende Fonds)
Fonds, deren erwirtschaftete Erträge automatisch im Fonds wieder veranlagt werden. Gegensatz: Ausschüttungsfonds

Tilgung (Amortisation)
Rückzahlung einer Schuld (z.B. Darlehen, Kredit). Die Tilgung von Schuldverschreibungen erfolgt entsprechend den Emissionsbedingungen.

Treuhänder
Jemand, der Rechte für eine andere Person im eigenen Namen für Rechnung des Treugebers ausübt